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Corona Blog: Tipps für ein handlungsfähiges Unternehmen in der Coronakrise – 18.3.2020

Corona

date icon 18. März 2020

Österreichische Unternehmen spüren eruptiv und völlig unvermittelt die ersten wirtschaftlichen Folgen des Corona-Ausbruchs. In enormer Intensität wurden die Unternehmer mit ungeahnten neuen und zusätzlichen Aufgabenstellungen konfrontiert:

  • Nachfrage
  • Liquidität
  • Fürsorgepflicht

Nachfolgend finden Sie dazu Tipps:

Überblick verschaffen
Zunächst sollten Sie sich einen Überblick über die aktuelle Situation verschaffen. Dazu stehen vor allem die Sicherung der persönlichen Gesundheit Ihrer Mitarbeiter, Ihrer IT Security – lesen Sie dazu unseren Blogbeitrag Coronavirus – Cybercrime-Schwachstellen durch Improvisation und Home Office – sowie die Aufrechterhaltung Ihrer Betriebstätigkeit im Vordergrund. Im Detail sollten Sie sich mit dem Erhalt der Liquidität, der Belieferung durch Ihre Lieferanten sowie Ihren Absatzmärkten beschäftigen. Entscheidend ist in diesen unklaren Zeiten, ob Ihr Unternehmen aktuell und auch in den nächsten Wochen leistungsfähig bleibt!

  1. Meine Liquidität ist bedroht – Was kann ich tun?

Handlungsfähig bleiben Sie nur, wenn Sie zahlungsfähig sind. Um das zu gewährleisten, können Sie Folgendes tun:

  • Beschränken Sie die Ausgabenseite auf Wesentliches
  • Einsparungen sind vor allem durch Kurzarbeit – siehe dazu unsere gesonderte Information verpackt in dem Blogbeitrag Kurzarbeit in Zeiten von Corona  – oder auch bei Mietzahlungen denkbar (zu letzterem kontaktieren Sie bitte Ihren Rechtsanwalt)
  • Verschieben Sie Investitionen
  • Forcieren Sie Ihr Mahnwesen, gerne unterstützen wir Sie dabei
  • Verschieben Sie das Bezahlen von Verbindlichkeiten
  • Vereinbaren Sie mit Banken und Finanzierern Zins- und Tilgungsaussetzung

Nehmen Sie öffentliche Hilfen in Anspruch, zB geförderte Darlehen des AWS oder Zuschüsse, lesen Sie dazu unseren Blogbeitrag Überbrückungsgarantie/Zuschuss bei „Corona“.

  1. Wie reagiere ich auf die spürbar nachlassende Nachfrage?

Wenn infolge der Coronakrise Ihre eigene Leistungsfähigkeit zurückgeht und/oder Ihre Kunden die Nachfrage reduzieren, können Mitarbeiter häufig nicht ausgelastet werden. Diese freiwerdende Zeit könnten Sie für Projekte zur künftigen Ablaufverbesserung, zu denen Sie infolge Ihrer zahlreichen Aufträge nicht gekommen sind, nunmehr umsetzen. Alternativ könnten Sie die mangelnde Auslastung Ihrer Mitarbeiter nutzen um Überstunden oder Resturlaube der Mitarbeiter abzubauen. So vermeiden Sie einerseits Leerläufe im Unternehmen und stellen sich für künftige positive Nachholbeauftragungen Ihrer Kunden künftig noch besser auf.

Sind Überstunden abgebaut und der Urlaub verbraucht, können Sie Kurzarbeit – lesen Sie dazu unseren informativen Blogbeitrag Kurzarbeit in Zeiten von Corona – beantragen.

  1. Seien Sie kreativ

Bewahren Sie Ruhe und bleiben Sie in regelmäßigem Kontakt zu Ihren Kunden, Mitarbeitern, Banken und Lieferanten. Unter Umständen finden Sie in der Coronakrise auch neue Ideen, beispielsweise können Sie vielleicht mit verwandten Handelsbranchen Ihre Vertriebslogistik zusammenlegen? Oder Sie finden einen Weg mit Mitbewerbern zusammen zu arbeiten?

Das Wichtigste zum Schluss
Bewahren Sie Ruhe, handeln Sie umsichtig und denken Sie in Szenarien wie best case – worst case.

ARTUS als erfahrener Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberater ist an Ihrer Seite, unterstützt Sie und denkt mit und voraus – eben „close to you“!

Bei Fragen wenden Sie sich an info@artus.at.

Stand: 18.3.2020

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Wir beraten Sie gerne zu diesem Thema unter info@artus.at

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