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Dauerrechnungen

1/3/
2012
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Bei Dauerschuldverhältnissen (Miet-, Pacht-, Leasing- und Wartungsverträgen) gilt der Vertrag als Rechnung, sofern dieser alle für eine Rechnung notwendigen Angaben enthält, die zum Vorsteuerabzug berechtigen.

Der Vertrag als Rechnung kann aber insofern problematisch werden, da jede Änderung im Leistungsverhältnis (z.B. Indexanpassung) die Ausstellung einer neuen ordnungsgemäßen Rechnung erfordert.

Daher empfiehlt sich die Ausstellung bzw. Anforderung einer Dauerrechnung. Der Vorteil einer solchen ist, dass nicht für jeden Abrechnungsintervall eine eigene Rechnung ausgestellt werden muss. Es bietet sich an, pro Kalenderjahr eine Dauerrechnung auszustellen bzw. zu fordern.

Zu beachten ist, dass die Dauerrechnung vor Leistungserbringung zu erstellen ist!

Die Dauerrechnung berechtigt den Empfänger der Leistung zum Vorsteuerabzug, wenn die einzelne Zahlung für eine bestimmte Abrechnungsperiode (z.B. Monat) geleistet wird. Der Vorsteuerabzug ist nur bei tatsächlicher Zahlung zulässig!

Der leistende Unternehmer führt entsprechend die Umsatzsteuer für die jeweilige Abrechnungsperiode an das Finanzamt ab.

Wichtig ist, dass nicht die gesamte Umsatzsteuerschuld für das ganze Jahr auf der Rechnung ausgewiesen wird, da ansonsten bereits mit Datum der Rechnungsausstellung die gesamte Umsatzsteuer geschuldet wird.

Eine Dauerrechnung muss, wie jede andere Rechnung, folgende Merkmale aufweisen:

Der Leistungszeitraum muss spezifiziert sein! Vermerke wie „Die Rechnung gilt bis auf Widerruf“ sind nicht ausreichend. Die Dauerrechnung sollte daher eine Formulierung beinhalten, ähnlich wie: „Diese Rechnung hat nur solange Geltung, als sie nicht durch eine geänderte Rechnung ersetzt wird, wodurch die bisherige Rechnung ihre Gültigkeit verliert. Sie verliert weiters ihre Gültigkeit, wenn das Bestandverhältnis endet.“

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Es wird darauf hingewiesen, dass trotz sorgfältiger inhaltlicher Prüfung keine Haftung oder Gewährleistung für die auf dieser Website veröffentlichten Informationen übernommen werden kann. Diese sind lediglich allgemeiner Natur und können eine Beratung im Einzelfall nicht ersetzen.

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2 Kommentare zu “Dauerrechnungen”

  1. A.Bürger sagt:

    Hallo! Der Beitrag ist sehr informativ. Wie schaut es aus, wenn ich eine Art Beratungsvertrag(Management/Buchhaltung) abschließe und für diese Tätigkeit wird eine monatliche Vergütung geschuldet und dieser Vertrag soll sozusagen als Dauerrechnung umsatzsteuerlich gelten. Da ist doch bereits schwierig bzgl. „Rechnungsdatum“ „Rechnungsnummer“? Ist das überhaupt per Vertrag in der Art möglich?
    Vielen Dank im voraus.
    Einen schönen Tag
    Fr.A.Bürger

  2. Susanne sagt:

    Hallo Frau Bürger,

    vielen Dank für Ihr positives Feedback. Bitte entschuldigen Sie, dass die Antwort einige Tage gedauert hat.

    Grundsätzlich muß ein Dauerschuldverhältnis vorliegen, damit eine Dauerrechnung möglich ist. Bei einem Beratungsvertrag mit gleichbleibenden Beträgen könnte es aber auch aus anderen Gründen zu Problemen kommen. Ich möchte Ihnen das nur ungern pauschal und ohne weitere Hintergründe beantworten.

    Um Ihnen wirklich weiterhelfen zu können, benötigen wir nähere Informationen zu Ihrer konkreten Situation. Ich bitte Sie um Verständnis, dass wir das nicht im Rahmen unseres kostenlosen Blogs machen könnten, sondern verrechnen müssen. Unsere Honorarnote können Sie steuerlich als Ausgabe geltend machen, so dass Sie unsere Beratung je nach Einkommen effektiv nur 40-50% kostet.

    Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme, gerne auch direkt unter s.krebs@artus.at oder +43 / 662 / 85 12 87-24, damit wir Ihren Sachverhalt genau abklären können.

    Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag,
    viele Grüße,
    Susanne Krebs

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